Unterwelten - geheimnisvoll, angsteinflößend oder einfach nur schön?

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Dienstag, 21. Januar 2020 19:00–20:30 Uhr

vhs VHS Petershausen
Kursnummer P11000
Dozent Günter Stautz
Datum Dienstag, 21.01.2020 19:00–20:30 Uhr
Gebühr 5,00 EUR
Ort

Grundschule, alte Aula
Pfarrangerweg 6
85238 Petershausen

Kursort

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Viele Menschen haben Angst vor Höhlen und einige zieht es hinunter in das Reich der Nacht. In den Nachrichten wird nur über spektakuläre Unfälle oder Rettungen berichtet, nicht über die tägliche "Arbeit" eines Höhlenforschers, der seine Freizeit damit füllt.
Seit mehr als 50 Millionen Jahren arbeitet die Natur an der Entstehung unserer Kalkhöhlen. Dieser Vortrag gibt Einblicke in die Höhlenentstehung primär im Karstgebirge und in die Aufgaben und Motivation der Höhlenforscher, wenn sie sich tagelang unterirdisch aufhalten.
Es gibt bisher mehr als 10.000 Höhlen in Deutschland, davon sind nur ca. 50 als Schauhöhlen für Besucher geöffnet. Solch schön ausgebauten Stiege und Wege findet man in bisher unbetretenen Höhlen vergeblich, es reihen sich große Hallen an (zu) enge oder verstürzte Durchstiege, wassergefüllte Siphons oder Wasserfälle erschweren das Weiterkommen und mangels einer Wegekarte muss man selbst aktiv werden und einen Plan erstellen. Und immer wieder kommen neue hinzu.
Die längste Höhle in Deutschland ist ca. 20 km lang und mehr als 1100 Meter tief. Andere nur einige Meter lang und fast eben. Aber schöne Bilder und Filme, saubere Luft und ungestörte Ruhe findet man in fast allen diesen dunklen Verstecken, allerdings wurde bisher weder ein Kaiser Karl oder Friedrich I Barbarossa, noch große Schätze, auch keine Zwerge, Drachen und Riesen oder wilde Frauen entdeckt . Esoteriker(innen) und Sonstige, die noch nie tief in einer Höhle waren, kennen sich da aber genauestens aus und berichten darüber. Das früher so begehrte Einhornpulver aus Höhlen wird zumindest nicht mehr angeboten. Der Höhlenforscher wundert sich und wendet sich seinem Hauptziel, der Erfassung aller Daten und Entdeckung von Neuland zu.

Der Höhlenforscher, im Gegensatz zum Höhlentouristen, findet unzählige Betätigungsfelder, in die er sich einarbeiten darf: Vermessung und Erstellung von Polygonzügen und schließlich Zeichnung eines Höhlen-Plans; Fotografie, Filmen; Fauna bestimmen/schützen (Würmer, Spinnen, Grottenolme, Fledermäuse, ...); Flora bestimmen (Moose, Lampenflora, ...); Archäologische, paläontologische und anthropologische Funde erkennen (z.B. menschliche Kulturschichten, Höhlenlöwen, Höhlenbären); Geologie, Gesteine bestimmen, eine Höhlengenese (-entstehung) erarbeiten, Verwerfungen u.ä. bestimmen und kartieren; Gase messen (Metan, Radon, Kohlendioxid, Kohlenmonoxid ...); Hydrogeologie (Wasserläufe bestimmen, Wasserstände messen, Leitwerte messen, Tracern); Klimadaten aufnehmen (Temperatur, Bewetterung) und nicht zuletzt Kameradenrettung und Klettertechnik ständig verbessern.

Oder, bevor es in eine Höhle geht, diese erst einmal auffinden. Wann dampft es wo aus versteckten Höhleneingängen und warum und wie findet man Höhlen ohne Eingang? Einige Antworten soll dieser Vortrag geben, ohne die ganz großen Geheimnisse zu verraten, selbstverständlich.


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